H2Chemie2050
Evonik und die Hochschule Pforzheim erkunden Wege für grünen Wasserstoff

Das Ziel ist: Bis 2050 muss die bisher im Wesentlichen „graue“ Wasserstoffwirtschaft komplett auf „grün“ umgestellt werden. Aber wie sieht der ideale Weg dorthin aus? Die bis 2050 vorhandene Lücke gilt es, möglichst optimal unter ökobilanzieller und techno-ökonomischer Betrachtung zu schließen. Die Unternehmen der industriellen Wertschöpfungskette benötigen hierfür Unterstützung, u.a. in Form von fundierten Handlungs- und Entscheidungshilfen, welche wiederum auf validen technischen Daten und wissenschaftlichen Berechnungen basieren.

In der Studie H2Chemie2025 werden verschiedene Technik- und Prozesspfade für die chemisch-pharmazeutische Industrie betrachtet, ausgehend von einer Produktion basierend auf „grauem“ Wasserstoff hin zu „grünem“ Wasserstoff. Dabei steht im Zentrum, die optimale und effizienteste Reihenfolge und Verbindung von Techniken und Prozessen auszuwählen, die eine schnellstmögliche Transformation sicherstellt. Mittels techno-ökonomischen und ökobilanziellen Systemanalysen sollen Umwege und Irrpfade und damit zeitliche Verzögerungen und unnötige Kosten vermieden werden.

Das Unternehmen Evonik in Rheinfelden soll als Nukleus fungieren. Auf Basis realer Technik- und Prozessoptionen am Standort Rheinfelden soll der optimale und effizienteste Weg vom „grauen“ hin zum „grünen“ Wasserstoff auf Basis von ökobilanziellen und techno-ökonomischen Bewertungen ermittelt werden. Dabei wird sowohl die zeitliche Komponente (Technologiereife von Techniken und Prozessen) als auch das unterschiedliche Zusammenwirken verschiedener Techniken und Prozesse betrachtet. Hierbei fallen bestimmte Pfade aus dem Raster, andere Pfade sind zeitlich begrenzt einsetzbar (Brückentechnologien) und weitere Pfade lassen sich direkt umsetzen.

Durch das Forschungsprojekt soll eine „Blaupause“ für einen Fahrplan entstehen, der dann auch andere Industriestandorte dabei unterstützen kann, die notwendige Transformation von „grau“ nach „grün“ durchzuführen.

Das Projekt wird vom Umweltministerium gefördert und unterstützt mit den Ergebnissen direkt die politisch-strategischen Ziele von Baden-Württemberg in Bezug auf die Wasserstoff-Roadmap Baden-Württemberg vom 15.12.2020.

Das Projekt wurde 2024 abgeschlossen. Der Abschlussbericht der Hochschule Pforzheim ist unter untenstehendem Link zu finden.

H2Chemie2050

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Am Projekt beteiligt: