Green H2 Stuttgart
Wasserstoffanlage am Stuttgarter Hafen: 1.000 Tonnen Wasserstoff jährlich aus Ökostrom

Am Stuttgarter Hafen entsteht ein Knotenpunkt, auch Hub genannt, für die Versorgung der Region Stuttgart mit grünem Wasserstoff. Das Logistikkonzept für die Wasserstoffversorgung haben die Stadtwerke Stuttgart entwickelt. Am Hub wird ab Ende 2026 grüner hochreiner Wasserstoff erzeugt werden. Dieser soll dann über eine Pipeline im Neckartal und via Trailer zu Abnahmestellen bei Kundinnen und Kunden transportiert werden. Anwendungen in der Industrie sowie zur Wärmeversorgung und für den Bus- und Schwerlastverkehr komplettieren das Projekt. Es ist ein zentraler Baustein für eine ganzheitliche wirtschaftliche Energiewende in Stuttgart.

Die drei Teilprojekte:

1. Green Hydrogen Hub: Am Stuttgarter Hafen wird eine hochmoderne Wasserstoffanlage errichtet. Bei der Elektrolyse für die Wasserstoffproduktion wird grüner Strom als Energieträger eingesetzt. In der ersten Ausbaustufe werden jährlich bis zu 1.000 Tonnen dieses hochreinen grünen Wasserstoffs produziert. Der Green Hydrogen Hub wird zur Basis für eine zuverlässige und klimaneutrale Wasserstoffversorgung der Region. Der dort produzierte Wasserstoff kann flexibel transportiert und vielseitig eingesetzt werden. Für industrielle Anwendungen sowie Brennstoffzellen-Busse und Lkw ist er besonders gut geeignet. Die Bauphase hat im April 2025 begonnen.

2. H2 GeNeSiS-Pipeline: Teilprojekt zwei besteht aus einer Pipeline und einem der Elektrolyseure im Hub. Dieses H2 GeNeSiS genannte Modul zielt darauf ab, eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft im Neckartal aufzubauen. Vorgesehen ist im ersten Schritt der Bau einer knapp sieben Kilometer langen Wasserstoffpipeline. Diese verläuft vom Stuttgarter Hafen unterirdisch entlang des Neckars in zwei Richtungen: nach Osten bis Stuttgart-Gaisburg und nach Westen bis zur Gemarkungsgrenze Esslingen.

3. HyPulseST: Das dritte Teilprojekt beschäftigt sich mit der Anwendung von grünem Wasserstoff und seiner Rolle für die Energiewende. Es besteht aus zwei Wasserstoff-Tankstellen für Busse und Lastkraftwagen, die beide an die Pipeline H2 GeNeSiS angeschlossen werden. Zum Projekt gehören auch die Anschaffung und Erprobung von Brennstoffzellen-Fahrzeugen sowie eines Blockheizkraftwerks.

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